Seminare für Führungskräfte sind out!

Jeder der schon mal in einem Betrieb mit mehr als drei Mitarbeitern tätig war und zwei Bücher gelesen hat, glaubt er wisse was Führungskräfte wirklich brauchen. Im aktuell boomenden Seminarmarkt, werden dann «neue Methoden» für Führungskräfte aufgezeigt, bei denen sich so manche echte Führungskraft fragt, wie bitte? oder alternativ, nein, bitte nicht schon wieder dieselben Geschichten!

Auch ich habe in meiner aktiven Zeit beim einen oder anderen Seminar für Führungskräfte und Management mitgemacht, je nachdem mehr oder weniger freiwillig.
Hat mich eines dieser Seminare wirklich weitergebracht, eher nicht. Da waren Weiterbildungen im Bereich Motivation & Persönlichkeitsentwicklung schon besser geeignet dafür, um mich persönlich auf das nächste Level zu bringen.

Wenn ich heute als Keynote Speaker unterwegs bin, sind die Themen durch den Wunsch des Kunden ein Stück weit vorgegeben, wobei ich natürlich nur über Dinge spreche, mit denen ich mich identifizieren kann und mit denen ich mich entsprechend auskenne.
Was aber die Seminare für Führungskräfte und Management anbelangt, so habe ich mich noch nie dafür interessiert, Menschen erklären zu wollen, wie Sie ihren Job zu machen haben. Im Grunde genommen, habe ich gar keine diesbezüglichen Seminare entwickelt. Ich verfolge hier einen anderen Ansatz und mache auch keine Seminare mehr, sondern Workshops, da diese viel näher an der Praxis liegen und die Teilnehmer viel mehr integrieren als langweilige Seminare.


Gelernt ist gelernt!
Nur wer weiss, wie er funktioniert, kann sich im Leben auch richtig anwenden. Sie fragen sich, was ist damit gemeint? Wenn Sie einen Beruf ausüben, haben sie diesen irgendwann mal gelernt. Sie haben sich mit den Eigenschaften und den Details dieses Berufs über Jahre hinweg vertraut gemacht, bis sie schliesslich soweit waren, zu tun was sie eben tun. Doch wir sind hier sehr einseitig unterwegs, denn unsere Kenntnisse beschränken sich meistens auf die fachlichen Bereiche unseres Tuns. Klar werden in Management Schulen oder an Universitäten auch Grundlagen zum Beispiel der menschlichen Psychologie erklärt, aber im Vergleich zum Rest, werden alle diese Bereiche, wenn überhaupt nur sehr oberflächlich gestreift und es geht mir dabei nicht nur um den psychologischen Aspekt.
Der neue Ansatz für Führungskräfte geht weg vom fachlichen, denn da sollte eine Führungskraft sich sowieso auskennen. Er geht auch weg davon, die unterschiedlichen Managementstrategien zu lehren, denn wenn sie wissen wollen, wie das St. Galler Managementsystem funktioniert, haben sie entweder die ausgezeichnete Schule in St. Gallen bereits besucht, oder buchen sich dort entsprechende Weiterbildungen. Er geht auch weg davon, die anderen psychologisch analysieren zu wollen.

Die Frage, die es zu beantworten gilt, ist, was nehmen sie zu jedem Job, auf ihrer Karriereleiter immer wieder mit? Ja genau, sich selbst. Egal, wieviel Wissen sie sich in einem Bereich, oder einer Branche aneignen, in der Regel haben sie es mit Menschen zu tun und das Wissen darüber, wie Menschen funktionieren, fängt am besten bei jedem selbst an, den im Grunde genommen funktionieren wir alle sehr ähnlich. Allerdings können bereits kleine Unterschiede grosse Veränderungen bewirken.

Wir tun es jeden Tag 70’000 Mal!
Was wissen wir über uns selbst, darüber wie wir als Menschen funktionieren? Die Tätigkeit, die wir jeden Tag mit Abstand am meisten ausführen, ist uns in der Regel gar nicht bewusst, es handelt sich um unser Denken. Wir haben jeden Tag rund 70’000 Gedanken. Wissen wir wie diese zustande kommen, oder was diese für Auswirkungen haben auf unser Berufsleben? Nein das wissen die allermeisten nicht, obwohl die Auswirkungen des Denkens gewaltig sind. Alle unsere Gefühle, unsere Emotionen und die daraus entstehenden Handlungen entspringen einem Gedanken, den wir hatten. Folgender Test hat erstaunliches aufgezeigt. Befragt man Menschen um 18 Uhr abends, zu den Gedanken, die sie am Vortag hatten, respektive lässt diese eine Liste erstellen, so können die meisten nicht an mehr als, 60-70 Gedanken erinnern. Das bedeutet, dass wir bereits nach 24 Stunden rund 99,9% aller unserer Gedanken des Vortages vergessen haben.

Sie sehen also, wenn es um unsere Gedanken geht, haben wir nicht wirklich viel Kontrolle.
Wer sich der Macht der Gedanken bewusst ist, wer weiss, wie das menschliche Denken funktioniert und wie es uns und andere beeinflusst, der hat entscheidende Vorteile auf seiner Seite und dies nicht nur im beruflichen. Kontrollierst du deine Gedanken, kontrollierst du dein Leben.

 

Die Macht des Unterbewusstseins
Genau diese Aspekte werden in meinen Workshops für Führungskräfte beleuchtet und erklärt.
Allein die Tatsache, dass unser Unterbewusstsein 95% aller unserer Tageshandlungen übernimmt (gilt auch für unseren Job) und unser Bewusstsein nur 5%, zeigt uns auf, wie viel jeden Tag passiert, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Unsere Wahrnehmungen von Situationen hängt sehr stark von unserem Unterbewusstsein ab und wer einmal verstanden hat, dass Wahrnehmung Wahrheit kreiert, der bekommt einen ganz neuen Zugang zu den Themen Wahrheit und Wahrnehmung.
Wer versteht, wie unser Unterbewusstsein funktioniert und wie wir dieses beeinflussen können, der bekommt auch Zugang zu neuen Ressourcen, die man mit der richtigen Technik mühelos ausschöpfen kann. Dies alles macht Führungskräfte zu überzeugenden und authentischen Führern, denn wenn man weiss, welche Wahrnehmung man aussendet, weiss man auch was bei den Mitarbeitern als Wahrheit ankommt.

Diese Aspekte beleuchte ich in meinen Workshops mit Führungskräften und Managern. Die Ergebnisse, die dabei von den Teilnehmern erzielt werden, sind beachtlich und ebnen den Weg zu einem völlig neuen Denkansatz für Führungskräfte und Manager. Diese Ergebnisse verringern den Stress, erhöhen die Produktivität und steigern die Zufriedenheit von Mitarbeitern und Führungskräften.

Simon M.H. Hofer
www.simon-hofer.com
info@simon-hofer.com
https://simon-hofer.com/motivation-personlichkeitsentwicklung-schweiz-keynotes/

Deutsche Führungskräfte sind für 105 Milliarden Verluste jedes Jahr verantwortlich

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Gallup, schätzen viele Führungskräfte ihre eigene Leistung falsch ein. 97% der befragten Führungskräfte sind der Meinung, dass sie als Führungskraft gut bis sehr gut sind. Ganz anders sehen das die befragten Mitarbeiter, rund 70% machen Aufgrund von schlechten Erfahrungen mit Führungskräften nur noch «Dienst nach Vorschrift». Gerade mal 20% fühlen sich von ihrem Vorgesetzten motiviert und weitere 20% denken sogar wöchentlich darüber nach zu kündigen. Eines der Hauptprobleme scheint dabei die Angstkultur zu sein, denn mehr als 50% der Befragten Mitarbeiter getrauen sich nicht Probleme offen anzusprechen, Aufgrund von negativen Feedbacks aus der Vergangenheit, die sie mit ihren direkten Vorgesetzten gemacht haben.

Die unterschiedliche Wahrnehmung ist also enorm und verursacht nicht nur zwischenmenschliche Probleme, sondern auch gewaltige Kosten für die Unternehmen. Unmotivierte Mitarbeiter sind öfters krank, leisten bis zu 50% weniger als motivierte Mitarbeiter, es findet keine oder nur eine sehr geringe Innovation statt und die die Fluktuation, die enorme Kosten verursacht ist rund 70% höher als in Unternehmen mit motivierten Mitarbeitern.

Es wäre also jetzt einfach zu sagen, die Schuld liegt bei den Führungskräften.

Aber wie immer, wenn man sich einem Problem wirklich annimmt, sieht man schnell, dass es tiefer und vielschichtiger ist. Ich bin der Meinung, Führungskräfte haben nicht nur die Pflicht zu führen, sondern haben auch eine Vorbildfunktion und diese wird oft nicht wahrgenommen. Es reicht nicht aus, als Führungskraft einfach nur viel zu arbeiten, nach dem Motto, wenn ich früh da bin und spät gehe, kann ich das von meinen Mitarbeitern auch erwarten. Die Vorbildfunktion wird oftmals in einem der wichtigsten Bereiche, der Kommunikation sträflich vernachlässigt. Dies führt dazu, dass die Wahrnehmung auf Seiten der Mitarbeiter und auf Seiten der Führungskräfte komplett verschieden ist. Aus der Hirnforschung wissen wir heute, dass die Wahrheit eines jeden aus dessen Wahrnehmung abgeleitet wird und so entstehen völlig verschiedene Bilder, Ansichten und Meinungen zur Wahrheit in einem Unternehmen.

Bei meiner Arbeit mit Führungskräften in Unternehmen ist es meist meine erste Aufgabe, eine gewisse Synchronität der Wahrnehmung herzustellen. Das beginnt damit, der jeweils anderen Seite, die eigene Situation aufzuzeigen und genau hier kommt die Kommunikation wieder ins Spiel.

Die wichtigste Aufgabe überhaupt für unser Gehirn, ist es unser Überleben zu sichern.

Dies ist ein Urinstinkt, der heute noch genauso aktiv ist, wie vor 100’000 Jahren. Nur heute geht es nicht mehr darum, uns vor einem Säbelzahntiger in Sicherheit zu bringen, sondern unter Umständen vor unserem Chef, denn dieser hat die Macht, uns oder unseren Job für das Unternehmen obsolet zu machen und somit unsere Existenz zu gefährden. Das wecken des Überlebensinstinkt in unserem Gehirn, führt zu Stress und Stress führt dazu, dass alle Bereiche in unserem Gehirn, die für Kreativität und wertschöpfende Leistung zuständig sind, herunterfahren oder komplett deaktiviert werden. Eine clevere Kommunikationskultur, bewirkt, dass der Mitarbeiter sich in der Firma integriert fühlt und wenn er das tut, hat sein Gehirn keinen Grund, sich existentielle Sorgen zu machen. Dadurch setzt er in seinem ganzen Denken Ressourcen frei und kann automatisch viel bessere Leistungen erbringen. Dies gilt natürlich für die Führungskraft genauso, auch dessen Gehirnleistung ist bei übermässigem Stress stark reduziert, das zeigen unzählige Studien aus aller Welt ganz deutlich auf!
Intelligente Kommunikation von Führungskräften hilft hier beiden Seiten. Der Mitarbeiter wird integriert, fühlt sich motiviert und erbringt bessere Leistungen. Die Mitarbeiter Fluktuation ist geringer und die Führungskraft kann sich somit auf ein starkes und engagiertes Team verlassen.

Grundsätzlich geht es darum, dass Mitarbeiter und Führungskräfte ehrliches Verständnis für die jeweilige Situation des anderen aufbringen können und beide Seiten als Teil der Lösung sehen.

Das bedeutet nicht, dass die Führungskraft alles immer kommunizieren muss, aber eine gewisse Konstanz an Kommunikation führt dazu, dass der Mitarbeiter auch motiviert Arbeiten verrichtet, dessen Hintergrund sich ihm im Moment noch nicht erschliesst. Das nennt man dann Vertrauen und wenn sich das zwischen Führungskräften und Mitarbeitern bildet, dann hat ein Unternehmen die besten Voraussetzungen geschaffen für ein starkes und erfolgreiches Team, dass auch langfristig zusammenarbeitet.

Bleibt noch die Schuldfrage zu klären, Führungskraft oder Mitarbeiter?

Die Schuldfrage ist etwas, dass mir in vielen Unternehmen immer wieder begegnet und ich verstehe den Sinn dieser Frage nicht, denn dabei bleibt immer mindestens ein frustrierter Verlierer zurück. Ich zeige dann auf, dass es nicht um Schuld geht, sondern um Verantwortung und genau hier, nehme ich auch die Mitarbeiter in die Pflicht. Oft haben diese das Gefühl, die Verantwortung liege allein bei der Führungskraft. Das mag aus Sicht eines Verwaltungsrates oder der Aktionäre so sein, aber für den gesamten Erfolg eines Unternehmens, ist die Verantwortung des Mitarbeiters für sein Tun und Handeln genauso wichtig, wie jenes einer Führungskraft, denn die Mitarbeiter befinden sich schon rein zahlenmässig in einer grossen Mehrheit. Was immer ein Leader, eine Führungskraft auch tut, er ist darauf angewiesen, dass die Mehrheit auch Verantwortung übernimmt und ihm folgt, ansonsten haben die besten Strategien keine Chancen auf Erfolg.

Simon M.H. Hofer

Wer bin ich

Wenn Sie die Resultate ihres bisherigen Lebens nicht mögen, müssen sie in erster Linie an sich selbst etwas verändern, denn es sind Ihre Resultate. Aber um sich erfolgreich zu verändern, sollte man zuerst darüber nachdenken, wer man ist und was man mit seinem Leben tun will. Ich habe das auch gemacht und dabei etwas Überraschendes festgestellt. Wie die meisten Menschen, hatte ich keine wirkliche Ahnung davon, wer ich wirklich bin.
Ob man nun direkt gefragt wird, oder jemanden fragt, wird man in aller Regel den Vornamen und den Familiennamen zu hören bekommen. Fragt man weiter, so werden der Beruf und das Alter hinzugefügt. Also, ich bin Friedrich Schneider, 36 Jahre alt und arbeite als Logistiker. Je nachdem kann es sein, dass auch der Wohnort und der Zivilstand noch erwähnt werden. Nun wissen wir, wenn wir vor uns haben, oder?
Nein wissen wir nicht, wir haben null Ahnung!
Friedrich ist ein Name, den die Eltern ausgesucht haben, Schneider, ist offensichtlich der Name, den der Vater schon getragen hat. 36 Jahre alt, nun gut, das ist eine ungefähre Angabe darüber wann Friedrich geboren wurde und den Beruf des Logistikers, den hat er wohl irgendwann mal erlernt, aber das ist nicht wer er ist, sondern nur wie er heisst und was er beruflich macht. Wenn Logistiker das wäre, wer Friedrich ist, dann wäre er ja nicht mehr Friedrich, wenn er einmal seinen Beruf wechselt. Wenn der Name Friedrich das ausmachen würde, was er ist, dann gäbe es ihn ganz schön oft.
Die Frage bleibt also, wer sind Sie? Wenn wir nun etwas skeptisch, zugegeben akzeptieren, dass der Name oder der Beruf nicht wirklich ist was wir sind, dann zeigen wir als nächstes auf unseren Körper, meistens auf die Brust und sagen, das bin ich. Aber stimmt das, ist ihr Körper wirklich das was sie sind? Sie sagen doch mein Bein, meine Hand, oder mein Kopf schmerzt. Wenn meinen Sie eigentlich, wenn Sie «mein» sagen? Offensichtlich gehört dieser Körper ja jemandem, wem also? Antworten Sie jetzt mit «na mir natürlich», dann gehen Sie bitte ein paar Zeilen nach oben und fangen Sie nochmals bei der Frage an zu lesen, wer sind Sie! Übrigens, achten Sie mal darauf, sie sagen auch mein Name, mein Beruf, auch hier wieder die Frage, wer ist «mein».
Sie sehen also, eine ganz einfache Frage, die uns schon oft gestellt wurde und wir schon oft beantwortet haben und plötzlich stellen wir fest, dass wir gar nicht so genau wissen, wie diese Frage zu beantworten ist.
Wenn Sie jetzt ein bisschen hin und her gerissen sind zwischen, das ist ja sehr interessant, ich möchte mehr wissen und was soll das, ich weiss doch wer ich bin, dann ist das ganz normal. Ihr ICH wird gerade in Frage gestellt und «ES» mag das überhaupt nicht. Es ist IHM am liebsten, wenn wir so weitermachen, wie bisher, doch wir wissen ja, die Resultate des ICH waren bisher nicht so begeisternd, also ist es an der Zeit, dass ICH zu hinterfragen und ein paar Veränderungen anzubringen.
Wenn wir versuchen uns bewusst zu werden, wer ICH ist, muss man wissen, dass wir eigentlich in verschiedenen Welten Leben. Da ist zum einem die physische Welt, mit unserem Körper und allem, dass wir anfassen und sehen können und dann ist da die psychische Welt, unser Intellekt, vom dem wir wissen, dass er da ist, den wir aber schon schwerer begreifen, geschweige denn greifen können. Da wir als Menschen dazu tendieren, eher zu glauben was wir sehen und berühren können, fehlt uns das Bewusstsein für vieles, was nicht physisch ist und genau hier liegt das Problem mit dem ICH.
Ich selbst habe festgestellt, dass der grösste Teil dessen was ich bin nicht fassbar und sichtbar ist und trotzdem ist er da, so real wie meine Hand, mein Bein oder meine Kopfschmerzen. Um das zu begreifen, musste ich zuerst lernen, wie unser Geist, unser Gehirn und unser Körper funktionieren und vor allem, wie alle diese Dinge zusammenspielen und welche gewaltige Auswirkung dieses Zusammenspiel von Geist, Gehirn und Körper auf unser Leben hat. Als ich dies schlussendlich begriffen hatte, veränderte sich ALLES in meinem Leben, in einer Art und Weise, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte.

Wie die meisten von uns, bin ich durchs Leben gegangen und habe den Schein gewahrt, die, Existenz gesichert und versucht das zu sein, was man seiner Umwelt vermitteln möchte. Dabei gibt es nur ein Problem, man vergisst zu Leben und je länger man dies tut, jeden Tag aufs Neue, wird dieses Verhalten in unserem Unterbewusstsein gespeichert und wir spielen es jeden Tag aufs Neue immer wieder ab, ohne dass uns dies überhaupt noch bewusst ist, denn die Sicherung der Existenz, die Wahrung des Scheins, das alles ist zu unserer Realität geworden. Die Probleme bleiben, mal stärker, mal weniger, doch Sie kommen immer wieder zurück und es änderst sich wenig bis nichts.
Ich habe auch gelernt, dass was ich als Realität empfinde, nicht der Realität entspricht, denn es gibt mehr als eine Realität. Sie haben das Sprichwort schon gehört, jede Medaille hat zwei Seiten und obwohl man dieselbe Medaille betrachtet, so sieht man nicht dasselbe. Aber ich spreche nicht nur davon, ich spreche davon, wie wir persönlich Dinge wahrnehmen.
Dazu ein erster kleiner Ausblick in das komplexeste und mächtigste Gebilde der Welt. Ein Gebilde so mächtig, dass es sie unendlich erfolgreich machen kann, wenn sie es richtig nutzen, unser Gehirn. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass alles was wir mit unseren Augen sehen, wie ein Film von unserem Gehirn aufgenommen wird und später als Erinnerung wieder abgespielt wird. Doch in Wahrheit funktioniert das Gehirn nicht so. Unser Gehirn erstellt von einer Situation, die wir betrachten etwa alle 30 Millisekunden ein Bild. Diese Bilder werden später als Erinnerung zusammengereiht, ähnlich wie bei einem Daumenkino und erzeugen unsere Wahrheit. Wenn wir jetzt drei Personen nehmen, die an der Bushaltestelle stehen und während sie auf den Bus warten einen Unfall beobachten, so stellen Ermittler immer wieder völlig unterschiedliche Aussagen fest. Die Farbe des vom Unfall flüchtenden Wagens war blau, nein grau, nein sie war weiss. Jeder ist davon überzeugt, die Wahrheit zu sagen und aus seiner Sicht ist dies auch die Wahrheit. Gehen wir davon aus, der Wagen war wirklich blau. Warum spricht dann einer der Drei von einem weissen Wagen? Die Anzahl der Bilder in seinem Gehirn reichen nicht aus, um die Farbe des Wagens zu erfassen. Da war noch so viel anderes, auf das sich das Gehirn in diesen wenigen Sekunden fokussierte, die Frau mit dem kleinen Hund, die fürchterlich erschrak, als es direkt neben ihr knallte und der alte Mann, der erstaunt dem Fluchtwagen nachsah. Da waren einfach nicht genug Bilder, um in der Erinnerung die Farbe des Wagens wiedergeben zu können, also füllt unser Gehirn den farblosen Bereich mit dem ihm am naheliegendsten auf, was in diesem Fall ein weisser Wagen war. Dieser weisse Wagen war vielleicht kurz zuvor vorbeigefahren, oder der erste eigene Wagen vor 20 Jahren war weiss gewesen und das Gehirn nutzt diese Erinnerung, um die Lücke zu füllen.
Die Art, wie wir Dinge wahrnehmen und somit für die Wahrheit halten, hat viel mit unserem Bewusstsein zu tun. Erst wenn wir uns für etwas interessieren, nehmen wir es war.
Dieses Phänomen kennen wir auch, wenn wir uns für ein Fahrzeug interessieren, mit dem wir uns vorher nicht beschäftigt haben, plötzlich meint man dieses Fahrzeug überall zu sehen. Aber es hat sich nicht die Fahrzeugdichte dieses Modells verändert, sondern wir haben uns verändert, genauer gesagt, unsere Wahrnehmung hat sich verändert. Grosse Auswirkungen hat die Wahrnehmung auch in Beziehungen. Wir neigen dazu, davon auszugehen, dass alles in bester Ordnung sei, solange der Partner nichts sagt. Erst wenn dann einer von beiden sich Bemerkbar macht, wird einem plötzlich bewusst, dass es schon länger ein Problem gibt. Die Wahrnehmung entscheidet also, was wir für wahr halten und was nicht.
Wer von Ihnen viel liest, insbesondere, wenn er Bücher mehr als einmal liest, der wird feststellen, dass er beim zweiten Mal lesen Dinge sieht, die er vorher nicht gesehen hat. Da stehen ganze Sätze, von grosser Bedeutung, die man vorher übersehen hat. Wirklich, hat man diese Sätze einfach übersehen? Nein, man hat Sie gelesen, aber der damalige Bewusstseinszustand hat der Aussage keine grosse Bedeutung beigemessen und aus diesem Grund die Erinnerung kurz darauf wieder gelöscht. Inzwischen haben wir uns aber verändert, andere Bücher gelesen und zusätzliche Informationen erhalten, wir haben uns weiterentwickelt und die Kapazität unseres Gehirns erweitert, denn unser Gehirn lässt sich genauso trainieren, wie unser Bizeps oder unser Rücken.
Um herauszufinden, wer wir wirklich sind, ist es unumgänglich, sich mit der Funktionsweise unseres Gehirns zu beschäftigen. Genauso wichtig wie sich selbst zu erkennen, ist es nämlich herauszufinden, was man mit seinem Leben tun möchte. Sind diese beiden Fragen erst mal geklärt, ist man auf dem besten Weg erfolgreich zu werden.
Es gibt dieses Sprichwort, «wer nicht weiss wohin er will wir nie irgendwo ankommen».
Nun, ich bin damit nicht ganz einverstanden und würde dies gerne etwas abändern. «Wer nicht weiss wohin er will, der wird irgendwann genau dort enden, wo er nie hinwollte und in aller Regel, dort den Rest seines Lebens verbringen».
Wird uns das bewusst, so erkennen wir sehr schnell, dass die Frage nach dem wer und was zentral für den Erfolg in unserem Leben sind.
Denn wenn wir erkannt haben, wer wir sind und was wir wollen, dann kommt das Beste, dann kommt die grosse Überraschung, das Grosse staunen, denn dann können wir anfangen ein ICH zu erschaffen, dass unseren Wünschen und unseren Vorstellungen entspricht. Wir müssen keinen Schein mehr aufrechterhalten, wir fangen an zu sein, wer wir sind und zu tun was wir wollen. Dies setzt so viel Energie in uns frei, dass wir plötzlich das Gefühl haben, es gäbe keine Grenzen mehr für das was wir erreichen wollen.

Wer aber nicht versteht, wie wir, unser Geist, unser Gehirn und unser Körper miteinander funktionieren, der wird es sehr schwer haben, dieses neue ICH zu kreieren.
Ich habe aus diesem Zusammenspiel von Geist, Gehirn und Körper dann schlussendlich das MBBC System kreiert und darin den Schlüssel zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben gefunden. MBBC steht im englischen für Mind Brain and Body Connection.
Bei meinen Keynote oder ganz besonders in unserem Seminaren erklären wir dieses System im Detail.

Warum wir nicht mehr denken können

Die Reaktionen der Menschen sind jeweils sehr interessant, wenn ich mit meiner provokativen Aussage komme, dass wir nicht mehr denken können.
Einige schauen mich fragend an und schütteln den Kopf andere sagen sofort, du spinnst doch, was für ein Scheiss, ich denke andauernd nach!

Wir alle sind der Meinung, wir würden jeden Tag denken, was irgendwo auch stimmt, aber wie denken wir denn?
Ein Mensch hat täglich etwa 60’000 Gedanken, die durch seinen Kopf gehen. Das sind rund ein Gedanke pro Sekunde. Das ist aber ganz schön viel Betrieb da oben werden Sie jetzt anmerken und dann kommst Du und sagst uns, wir könnten nicht mehr denken. Ja das stimmt, beides übrigens, dass da ganz schon viel Betrieb ist und dass ich weiterhin behaupte, wir könnten nicht mehr denken.

Die meisten glauben, sie würden über vieles Nachdenken. In Wahrheit aber handeln sie nur und denken nicht. Auch das wälzen von bekannten Problemen im Kopf hat nichts mit Denken zu tun, sondern es ist ein automatisiertes Verhaltensmuster, dass wir uns meist über Jahre hin weg antrainiert haben und das nun in unserem Unterbewusstsein verankert ist.
Der Name Unterbewusst sagt eigentlich schon alles, die Handlung ist uns gar nicht mehr bewusst, wir tun es einfach, automatisch, oder eben unterbewusst.

Wenn Sie in ihr Auto steigen und losfahren, müssen Sie nicht überlegen, Gas, Bremse, Lenkrad, Blinken oder in den Rückspiegel schauen, das geht alles ohne das Sie auch nur einen Gedanken daran verschwenden. Dasselbe beim Fahrradfahren, einmal gelernt, läuft. Aber wie war bei der ersten Fahrstunde. Wer auf einem Schalter gelernt hatte, dem ging es vielleicht wie meiner Frau, die setzte sich ins Auto, schaute nach unten schaute und sagte, OH Gott, drei Pedale? beim heutigen Stand der Technik müsste sowas eigentlich mit nur einem funktionieren.

Dann fährt man zum ersten Mal los, Kupplung, Bremsen, Blinken, Rückspielgel, Innenspiegel, Achtung, ein Fussgänger, ui, das war knapp, sagen Sie und was der Fussgänger gesagt, bzw. Ihnen hinterhergerufen hat und welche Handzeichen er gemacht hat, werde ich jetzt hier nicht wiederholen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Abläufe, die Handzeichen der Fussgänger, an denen man vorbeifährt, werden freundlicher und wenn man es gelernt hat, macht das Unterbewusstsein alles automatisch, ohne dass wir darüber nachdenken müssen.
So geht es mit sehr vielen Dingen in unserem Leben, wir verinnerlichen Sie und machen diese dann automatisch, ohne darüber nachzudenken und ohne uns dessen bewusst zu sein.

Aber kommen wir zu den 60’000 Gedanken zurück jeden Tag, 60’000 und der steht immer noch da und sagt, wir können nicht mehr denken!

Lassen Sie uns diese Zahl etwas genauer anschauen. Es gibt viel Studien, die diese 60’000 Gedanken untersucht haben, alle kommen mehr der weniger zum gleichen Schluss, rund 95% aller Gedanken sind dieselben, die wir gestern, vorgestern und vor-vor gestern schon hatten, sie wiederholen sich also dauernd. Ich denke, Sie stimmen mir zu, dass dieselben Gedanken immer wieder abzuspielen nicht unbedingt als grossartiges Denken ausgelegt werden kann. Dazu kommt noch, dass rund 85% der sich wiederholenden Gedanken negativ sind …….., 85%, das ist ganz schön viel, besonders wenn man bedenkt, dass eigentlich alle sich darüber einig sind, das positives Denken eine gute Sache ist, oder?
Oder ist jemand hier, der der Überzeugung ist, negatives Denken sei besser als positives Denken, ja, heben Sie bitte die Hände, wenn Sie der Meinung sind, dass negatives Denken besser sei als positives Denken!
Niemand, schön, wir sind uns einig und ich freue mich, über Ihre positive Grundeinstellung zum Leben. Allerdings, ich weiss jetzt nicht genau, wie ich es Ihnen sagen soll, aber die Wissenshaft hat hier eine ganz andere Meinung und sie kann diese sogar mit Zahlen Daten und Fakten belegen!
«Bis zu 85% unserer Gedanken negativ behaftet»

Jetzt bin ich ehrlich gesagt ein bisschen verwirrt, wir sind uns alle einig, positives Denken ist gut und trotzdem tun wir zu 85% das Gegenteil. Wie kommt das denn? Haben die Wissenschaftler keine Ahnung? Nun gut, nicht jeder Wissenschaftler schafft auch immer Wissen, aber diese Zahlen werden von sehr vielen Studien unterstützt und ob es nun schlussendlich 82% oder 89% sind, ist auch egal, es sind so oder so viel zu viele negative Gedanken, die uns jeden Tag begleiten.
Die Frage bleibt, warum tun wir genau das Gegenteil von dem was wir für gut halten und über das wir uns alle einig sind?
Könnte es vielleicht sein, dass wir gar nicht darüber nachdenken, was wir tun?
Könnte es sein, dass wir nur glauben zu denken, denn ich meine ganz ehrlich, würden wir wirklich mal darüber nachdenken, wir würden doch nicht 85% negative Gedanken produzieren und allen erzählen, wie toll positives Denken sei.
Die einzig logische Schlussfolgerung, wir denken nicht wirklich nach. Es ist wie beim Fussball, wenn der Gegner plötzlich jubelt, der Schiedsrichter pfeift und es 1:0 steht, aber keiner der gegnerischen Mannschaft ein Tor geschossen hat, dann muss es wohl ein Eigentor gewesen sein, diese Schlussfolgerung nennen wir dann Logik!

Ich werde Ihnen aber gerne erzählen, warum wir dies tun, wir sind gar nicht wirklich schuld, es liegt an unserem Unterbewusstsein, dass, Sie ahnen es, unbewusst all dies mit uns tut.
Ein vernünftig denkender Mensch würde jetzt sagen, dann ändere ich dies jetzt einfach und fange an positiv zu denken. Sie erinnern sich, ich hatte Ihnen schon gesagt, dass rund 95% unserer Gedanken aus dem Unterbewusstsein entstehen. Das heisst also, für alle jene die in der Schule in Mathematik aufgepasst haben, wieviel bleibt uns da noch für bewusstes Denken? Ja, weiss es jemand? 95% haben wir schon, was bleibt da noch übrig, ja genau, danke da drüben, die 9 Jahre Mathematik haben sich endlich ausgezahlt, 5%.
5%, das ist nicht viel, im Vergleich zu den 95% die unterbewusst ablaufen.
Sehen Sie und genau hier liegt das Problem mit dem Denken, wir haben nur 5% freie Ressourcen, um nachzudenken und was tun wir damit, denken wir damit wirklich nach?
Nein, tun wir nicht, wir schauen uns Dschungelcamp und Bachelor an, surfen im Internet, checken Facebook und Emails und dann gehen wir schlafen. Am Morgen stehen wir auf, greifen unser Smartphone, checken wieder FB und Emails, dann machen ein Foto von unserem frischen Kaffee und posten es auf Instagram UND Facebook, das ist ganz wichtig, es könnte ja sein, dass einer der 3’489 Freunde sonst diesen Post verpasst. Das Ganze versehen wir dann mit einem Kommentar wie, «ich fange erst nach dem dritten Kaffee so richtig an zu arbeiten».
Holger, einer deiner Facebook Freunde kommentiert dann ich auch sofort, ich auch, deshalb trinke aber nie mehr als zwei!
Steffen kontert dann mit einem dieser gaaaanz neuen Chuck Norris Sprüchen. Chuck Norris trinkt seinen Kaffee am liebsten schwarz, richtig schwarz, ………. und ohne Wasser.
Kurz vor Mittag bekommst Du dann von Tina noch diesen link per WhatsApp, mit diesem süssen Katzenvideo auf YouTube. Wenn Du schon mal da bist, schaust Du auch noch schnell, wie der Elefant mit einem Pinsel in seinem Rüssel ein tolles Bild malt und fragst dich ist das wohl echt, oder fake?
Nach ein paar Stunden hat der Post mit dem frischen Kaffee schon 147 likes, der Tag neigt sich dem Ende, und du denkst, phu, nur noch 40 Minuten bis zum Feierabend und jeee, heute Abend ist Bachelor im Programm!
Ist sowieso ein Phänomen mit diesen Sendungen, egal ob Bachelor, Dschungelcamp oder Promidinner, mit Promis, die keiner kennt. Niemand schaut das, hat aber enorme Einschaltquoten und läuft seit vielen Jahren im Fernsehen.
Also, wenn wir ehrlich sind, dann ist es mit unseren 5% bewusstem Denken nicht wirklich weit her. Bleibt noch die Frage, was machen die anderen Unbewussten 95% den ganzen Tag? Nun ein paar Fragen haben wir schon beantwortet, Autofahren, Fahrradfahren, kochen, putzen, telefonieren, zur Toilette gehen, ein und ausatmen, Nahrungsmittel verdauen usw.
Ich weiss, dass ist natürlich alles überzeichnet dargestellt, aber sind wir doch mal ein bisschen ehrlich, so weit weg ist es dann auch nicht von der Wahrheit, oder? Und was das Negative betrifft, ist ja auch nicht verwunderlich, die von uns konsumierten Nachrichten jeden Tag berichten zu 90% über negatives und nur zu 10% über informatives oder positives.
Es bleibt die Erkenntnis, dass wir unser Gehirn jeden Tag mit einer Unmenge von sinnlosen und sich wiederholenden Informationen belasten, was sehr schade ist, denn in unserem Gehirn liegt ein gewaltiges Potential, von dem die meisten Menschen keine Ahnung haben. Ich gehörte da auch dazu, ich hatte auch lange keinen blassen Schimmer, was für ein Wunderwerk der Natur da oben in mir vor sich hinschlummert. Als ich aber angefangen habe dies zu erkunden, haben sich in meinem Leben völlig neue mir unbekannte Dimensionen eröffnet und das steht jedem offen, der sich auf diese Erkundung begibt!