Wer bin ich

Wenn Sie die Resultate ihres bisherigen Lebens nicht mögen, müssen sie in erster Linie an sich selbst etwas verändern, denn es sind Ihre Resultate. Aber um sich erfolgreich zu verändern, sollte man zuerst darüber nachdenken, wer man ist und was man mit seinem Leben tun will. Ich habe das auch gemacht und dabei etwas Überraschendes festgestellt. Wie die meisten Menschen, hatte ich keine wirkliche Ahnung davon, wer ich wirklich bin.
Ob man nun direkt gefragt wird, oder jemanden fragt, wird man in aller Regel den Vornamen und den Familiennamen zu hören bekommen. Fragt man weiter, so werden der Beruf und das Alter hinzugefügt. Also, ich bin Friedrich Schneider, 36 Jahre alt und arbeite als Logistiker. Je nachdem kann es sein, dass auch der Wohnort und der Zivilstand noch erwähnt werden. Nun wissen wir, wenn wir vor uns haben, oder?
Nein wissen wir nicht, wir haben null Ahnung!
Friedrich ist ein Name, den die Eltern ausgesucht haben, Schneider, ist offensichtlich der Name, den der Vater schon getragen hat. 36 Jahre alt, nun gut, das ist eine ungefähre Angabe darüber wann Friedrich geboren wurde und den Beruf des Logistikers, den hat er wohl irgendwann mal erlernt, aber das ist nicht wer er ist, sondern nur wie er heisst und was er beruflich macht. Wenn Logistiker das wäre, wer Friedrich ist, dann wäre er ja nicht mehr Friedrich, wenn er einmal seinen Beruf wechselt. Wenn der Name Friedrich das ausmachen würde, was er ist, dann gäbe es ihn ganz schön oft.
Die Frage bleibt also, wer sind Sie? Wenn wir nun etwas skeptisch, zugegeben akzeptieren, dass der Name oder der Beruf nicht wirklich ist was wir sind, dann zeigen wir als nächstes auf unseren Körper, meistens auf die Brust und sagen, das bin ich. Aber stimmt das, ist ihr Körper wirklich das was sie sind? Sie sagen doch mein Bein, meine Hand, oder mein Kopf schmerzt. Wenn meinen Sie eigentlich, wenn Sie «mein» sagen? Offensichtlich gehört dieser Körper ja jemandem, wem also? Antworten Sie jetzt mit «na mir natürlich», dann gehen Sie bitte ein paar Zeilen nach oben und fangen Sie nochmals bei der Frage an zu lesen, wer sind Sie! Übrigens, achten Sie mal darauf, sie sagen auch mein Name, mein Beruf, auch hier wieder die Frage, wer ist «mein».
Sie sehen also, eine ganz einfache Frage, die uns schon oft gestellt wurde und wir schon oft beantwortet haben und plötzlich stellen wir fest, dass wir gar nicht so genau wissen, wie diese Frage zu beantworten ist.
Wenn Sie jetzt ein bisschen hin und her gerissen sind zwischen, das ist ja sehr interessant, ich möchte mehr wissen und was soll das, ich weiss doch wer ich bin, dann ist das ganz normal. Ihr ICH wird gerade in Frage gestellt und «ES» mag das überhaupt nicht. Es ist IHM am liebsten, wenn wir so weitermachen, wie bisher, doch wir wissen ja, die Resultate des ICH waren bisher nicht so begeisternd, also ist es an der Zeit, dass ICH zu hinterfragen und ein paar Veränderungen anzubringen.
Wenn wir versuchen uns bewusst zu werden, wer ICH ist, muss man wissen, dass wir eigentlich in verschiedenen Welten Leben. Da ist zum einem die physische Welt, mit unserem Körper und allem, dass wir anfassen und sehen können und dann ist da die psychische Welt, unser Intellekt, vom dem wir wissen, dass er da ist, den wir aber schon schwerer begreifen, geschweige denn greifen können. Da wir als Menschen dazu tendieren, eher zu glauben was wir sehen und berühren können, fehlt uns das Bewusstsein für vieles, was nicht physisch ist und genau hier liegt das Problem mit dem ICH.
Ich selbst habe festgestellt, dass der grösste Teil dessen was ich bin nicht fassbar und sichtbar ist und trotzdem ist er da, so real wie meine Hand, mein Bein oder meine Kopfschmerzen. Um das zu begreifen, musste ich zuerst lernen, wie unser Geist, unser Gehirn und unser Körper funktionieren und vor allem, wie alle diese Dinge zusammenspielen und welche gewaltige Auswirkung dieses Zusammenspiel von Geist, Gehirn und Körper auf unser Leben hat. Als ich dies schlussendlich begriffen hatte, veränderte sich ALLES in meinem Leben, in einer Art und Weise, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hätte.

Wie die meisten von uns, bin ich durchs Leben gegangen und habe den Schein gewahrt, die, Existenz gesichert und versucht das zu sein, was man seiner Umwelt vermitteln möchte. Dabei gibt es nur ein Problem, man vergisst zu Leben und je länger man dies tut, jeden Tag aufs Neue, wird dieses Verhalten in unserem Unterbewusstsein gespeichert und wir spielen es jeden Tag aufs Neue immer wieder ab, ohne dass uns dies überhaupt noch bewusst ist, denn die Sicherung der Existenz, die Wahrung des Scheins, das alles ist zu unserer Realität geworden. Die Probleme bleiben, mal stärker, mal weniger, doch Sie kommen immer wieder zurück und es änderst sich wenig bis nichts.
Ich habe auch gelernt, dass was ich als Realität empfinde, nicht der Realität entspricht, denn es gibt mehr als eine Realität. Sie haben das Sprichwort schon gehört, jede Medaille hat zwei Seiten und obwohl man dieselbe Medaille betrachtet, so sieht man nicht dasselbe. Aber ich spreche nicht nur davon, ich spreche davon, wie wir persönlich Dinge wahrnehmen.
Dazu ein erster kleiner Ausblick in das komplexeste und mächtigste Gebilde der Welt. Ein Gebilde so mächtig, dass es sie unendlich erfolgreich machen kann, wenn sie es richtig nutzen, unser Gehirn. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass alles was wir mit unseren Augen sehen, wie ein Film von unserem Gehirn aufgenommen wird und später als Erinnerung wieder abgespielt wird. Doch in Wahrheit funktioniert das Gehirn nicht so. Unser Gehirn erstellt von einer Situation, die wir betrachten etwa alle 30 Millisekunden ein Bild. Diese Bilder werden später als Erinnerung zusammengereiht, ähnlich wie bei einem Daumenkino und erzeugen unsere Wahrheit. Wenn wir jetzt drei Personen nehmen, die an der Bushaltestelle stehen und während sie auf den Bus warten einen Unfall beobachten, so stellen Ermittler immer wieder völlig unterschiedliche Aussagen fest. Die Farbe des vom Unfall flüchtenden Wagens war blau, nein grau, nein sie war weiss. Jeder ist davon überzeugt, die Wahrheit zu sagen und aus seiner Sicht ist dies auch die Wahrheit. Gehen wir davon aus, der Wagen war wirklich blau. Warum spricht dann einer der Drei von einem weissen Wagen? Die Anzahl der Bilder in seinem Gehirn reichen nicht aus, um die Farbe des Wagens zu erfassen. Da war noch so viel anderes, auf das sich das Gehirn in diesen wenigen Sekunden fokussierte, die Frau mit dem kleinen Hund, die fürchterlich erschrak, als es direkt neben ihr knallte und der alte Mann, der erstaunt dem Fluchtwagen nachsah. Da waren einfach nicht genug Bilder, um in der Erinnerung die Farbe des Wagens wiedergeben zu können, also füllt unser Gehirn den farblosen Bereich mit dem ihm am naheliegendsten auf, was in diesem Fall ein weisser Wagen war. Dieser weisse Wagen war vielleicht kurz zuvor vorbeigefahren, oder der erste eigene Wagen vor 20 Jahren war weiss gewesen und das Gehirn nutzt diese Erinnerung, um die Lücke zu füllen.
Die Art, wie wir Dinge wahrnehmen und somit für die Wahrheit halten, hat viel mit unserem Bewusstsein zu tun. Erst wenn wir uns für etwas interessieren, nehmen wir es war.
Dieses Phänomen kennen wir auch, wenn wir uns für ein Fahrzeug interessieren, mit dem wir uns vorher nicht beschäftigt haben, plötzlich meint man dieses Fahrzeug überall zu sehen. Aber es hat sich nicht die Fahrzeugdichte dieses Modells verändert, sondern wir haben uns verändert, genauer gesagt, unsere Wahrnehmung hat sich verändert. Grosse Auswirkungen hat die Wahrnehmung auch in Beziehungen. Wir neigen dazu, davon auszugehen, dass alles in bester Ordnung sei, solange der Partner nichts sagt. Erst wenn dann einer von beiden sich Bemerkbar macht, wird einem plötzlich bewusst, dass es schon länger ein Problem gibt. Die Wahrnehmung entscheidet also, was wir für wahr halten und was nicht.
Wer von Ihnen viel liest, insbesondere, wenn er Bücher mehr als einmal liest, der wird feststellen, dass er beim zweiten Mal lesen Dinge sieht, die er vorher nicht gesehen hat. Da stehen ganze Sätze, von grosser Bedeutung, die man vorher übersehen hat. Wirklich, hat man diese Sätze einfach übersehen? Nein, man hat Sie gelesen, aber der damalige Bewusstseinszustand hat der Aussage keine grosse Bedeutung beigemessen und aus diesem Grund die Erinnerung kurz darauf wieder gelöscht. Inzwischen haben wir uns aber verändert, andere Bücher gelesen und zusätzliche Informationen erhalten, wir haben uns weiterentwickelt und die Kapazität unseres Gehirns erweitert, denn unser Gehirn lässt sich genauso trainieren, wie unser Bizeps oder unser Rücken.
Um herauszufinden, wer wir wirklich sind, ist es unumgänglich, sich mit der Funktionsweise unseres Gehirns zu beschäftigen. Genauso wichtig wie sich selbst zu erkennen, ist es nämlich herauszufinden, was man mit seinem Leben tun möchte. Sind diese beiden Fragen erst mal geklärt, ist man auf dem besten Weg erfolgreich zu werden.
Es gibt dieses Sprichwort, «wer nicht weiss wohin er will wir nie irgendwo ankommen».
Nun, ich bin damit nicht ganz einverstanden und würde dies gerne etwas abändern. «Wer nicht weiss wohin er will, der wird irgendwann genau dort enden, wo er nie hinwollte und in aller Regel, dort den Rest seines Lebens verbringen».
Wird uns das bewusst, so erkennen wir sehr schnell, dass die Frage nach dem wer und was zentral für den Erfolg in unserem Leben sind.
Denn wenn wir erkannt haben, wer wir sind und was wir wollen, dann kommt das Beste, dann kommt die grosse Überraschung, das Grosse staunen, denn dann können wir anfangen ein ICH zu erschaffen, dass unseren Wünschen und unseren Vorstellungen entspricht. Wir müssen keinen Schein mehr aufrechterhalten, wir fangen an zu sein, wer wir sind und zu tun was wir wollen. Dies setzt so viel Energie in uns frei, dass wir plötzlich das Gefühl haben, es gäbe keine Grenzen mehr für das was wir erreichen wollen.

Wer aber nicht versteht, wie wir, unser Geist, unser Gehirn und unser Körper miteinander funktionieren, der wird es sehr schwer haben, dieses neue ICH zu kreieren.
Ich habe aus diesem Zusammenspiel von Geist, Gehirn und Körper dann schlussendlich das MBBC System kreiert und darin den Schlüssel zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben gefunden. MBBC steht im englischen für Mind Brain and Body Connection.
Bei meinen Keynote oder ganz besonders in unserem Seminaren erklären wir dieses System im Detail.

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